Top Gut gespielt 2008:
Die Tops und Flops der Redaktion

Sebastian Jäger, 1. Januar 2009 um 0.01 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Das Jahr 2008 ist nun zu Ende und es ist Zeit für ein kleines Resumé. Wir wurden von den Spiele-Machern überrascht, enttäuscht und an der Nase herumgeführt.

Erst verblüffte uns Rockstar mit dem wahrscheinlich besten Spiel des Jahres GTA IV, dann kamen die Jungs von 2D Boy mit World of Goo, Jonathan Blow mit Braid, Konami mit Metal Gear Solid 4, Nintendo mit Mario Kart Wii, Electronic Arts mit Battlefield: Bad Company, Bethesda mit Fallout 3, Codemasters mit Race Driver: GRID, Sony mit Little Big Planet , Lionhead mit Fable 2, Deepsilver mit Geheimakte 2: Puritas Cordis, und so weiter und so fort. Ihr seht, die Liste lässt sich beliebig lange fortsetzen, doch das würde den Rahmen sprengen. Stattdessen präsentieren wir euch die Lieblingsspiele unserer Autoren. Und wer weiß, vielleicht erhaltet ihr hier und da sogar einen Geheimtipp. Wir freuen uns gemeinsam mit euch auf das Jahr 2009 und hoffen, dass wir mit reichlich frischen Spielideen beglückt werden. Was waren eure Highlights und Enttäuschungen in diesem Jahr?

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Islands of Wakfu:
Bringt Glanz in XBLA-Bude

Jörg Neißer, 5. Januar 2009 um 20.19 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Die Ankama Group ist, entgegen was der Name für Erwartungen weckt, ein französischer Entwickler und für das erfolgreiche Flash-MMORPG Dofus verantwortlich. Es beherbergt bisher über 10 Millionen Spieler (schönen Gruß an WoW) und erlaubte seinen Schöpfern erfolgreich in haufenweise verwandten Industrien wie Online-Games, Publishing, Animationen usw. Fuß zu fassen. Mit dem Nachfolger Wakfu wird ein Rundumschlag durch alle Medien gestartet, neben dem Videospiel und dem MMORPG, werden ein animierter Cartoon, ein (Sammel?)-Kartenspiel und Comichefte auf die willigen Käufer losgelassen.

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Banjo-Kazooie - Schraube locker:
Warum das Spiel brilliert

Klaus Schneider, 4. Januar 2009 um 17.10 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Man kann über das Mitte November erschienene Banjo & Kazooie: Schraube locker schimpfen wie man möchte. Es hat die alten Tugenden der Serienahnen verschmäht und gänzlich neue Pfade beschritten, die doch mit einem ganz anderen Material gepflastert sind.

Banjo der Bär und Kazooie der Vogel

Sicherlich ertappt man sich beim Spielen trotz allem mit dem träumerisch verbrämten Gedanken, wie sich das Spiel wohl als klassisches Jump ‘n’ Run ausnehmen würde. Die grafische Opulenz (für mich vielleicht das grafisch hübscheste 360-Spiel des Jahres!) kombiniert mit diesem unschlagbaren Humor und den unentrinnbaren musikalischen Ohrwürmern machen Schraube locker zu einem rare-typischen, liebevoll geschnürten Gesamtpaket.

Nach dem Sprung erfahrt ihr, warum Schraube locker einfach grandios und die jörg’sche 9er Wertung absolut verdient ist.

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Retro Game Challenge 2:
Video Parade der Fake-Games

Jörg Neißer, 2. Januar 2009 um 23.17 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Wir haben euch die Screenshots zum Nachfolger des bei uns noch nicht erschienen Vorgängers gezeigt, jetzt sind die Videos an der Reihe. Insgesamt neun Spiele werden enthalten sein, zu fünf davon existieren bereits die ersten bewegten Bilder. Einige der Titel sehen dabei besser aus, als manch ein Vollpreis-Produkt!

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Der Tod in Videospielen:
Ein Relikt aus längst vergangenen Tagen?

Jörg Neißer, 2. Januar 2009 um 17.56 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Spätestens seit dem Erfolg der Wii ist der Globus geteilt, in alteingesessene Gamer und absolute Beginner. Schon zuvor boten Die Sims, Animal Crossing und etliche andere Titel eine offene Welt, die keine Bestrafung für den Spieler vorsah und fanden reißenden Absatz. Wer nicht mit einem NES-Controller großgeworden ist, der hat es mitunter nicht leicht in der aktuellen Games-Landschaft, die sich in ihrer Mehrheit noch immer an den klassisch trainierten Spieler richtet (Fallout, Gears of War, Call of Duty usw.), zurechtzufinden. Auch im neusten Teil der Prince of Persia Reihe ist ein virtuelles Ableben nicht im Gameplay vorgesehen.

Wenn ihr mit dem Prinzen und Elika noch nicht unterwegs wart, hier eine kleine Zusammenfassung. Wann immer ihr einen Sprung macht, der den sicheren Tod zur Folge hätte, ist Elika, mit magischen Fähigkeiten ausgestattet, zur Stelle und reicht euch ihre rettende Hand. Der Protagonist wird zur letzten Stelle transportiert, an der er festen Boden unter den Füßen hatte. Ein Spiel dieser Art ohne zählbare Sanktionierung mutet für den langjährigen Spieler zunächst etwas befremdlich an. Wo ist die Herausforderung, wenn ein Sprung ins Leere keine Folgen hat? Bei Kämpfen sieht es ähnlich aus, bevor euch das Monster den Garaus machen kann, retten ein Tastendruck oder, falls dieser misslingen sollte, wieder die gute Elika.

Man könnte nun die Frage stellen, ob die Art und Weise, wie Gamedesigner uns bisher ihr Kreationen vorgesetzt haben, die einzig richtige Methode ist oder ob es nicht langsam an der Zeit ist, mit dieser Tradition zu brechen.

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Der Pakt mit dem Teufel:
Der mephistopheleskeste Moment
im Jahre 2008

Klaus Schneider, 2. Januar 2009 um 13.50 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Das Jahr 2008 war ein Jahr der ultimativen Wachablösungen: Der Kapitalismus wird zu Tode gegraben und die freie Marktwirtschaft beugt sich einem korrigierend eingreifenden Etatismus. Vielleicht schafft sich der Kommunismus durch ein Hintertürchen wieder Zutritt und wir versüßen unseren Gedankenhorizont bis zur Diabetes-Erkrankung mit träumerischem, sozialistischem Zuckerwerk. Doch eine viel wichtigere Zäsur (aus unserem Blickwinkel jedenfalls) ereignete sich in vielen sensiblen Gamer-Herzen.

Der Liebling aller Nerds, Nintendo, ist zu einem unliebsamen Ex-Freund degeneriert, dem man, in Erinnerungen schwelgend, wehmütig nachtrauert. Die Firma hat sich vom Außenseiter, der in der Schule permanent gehänselt wird, zur allseits coolen Sau gewandelt. Dass Außenseiter immer die „interessanteren“ und „vielschichtigeren“ Menschen sind, wissen wir zu Lasten der Ausgestoßenen leider immer erst, wenn wir die Schule seit Jahren verlassen haben und in Gedanken an die geknechteten Bankdrücker zurückblicken.

Doch Schwamm drüber. Zu Beginn des Kalenderjahres klimperte der Spieler zwar noch eher gelangweilt auf einer witzlos gestimmten Klaviatur namens Super Paper Mario, das nur ein blasses und ungewürztes Abziehbild der glorreichen Vorgänger darstellt, doch darüber hinaus ereignete sich (fast) nichts. Mario Kart Wii war der Inbegriff des schlagartig satt machenden Fast Foods und konnte zwar innerhalb einer Woche ein unheimliches Spielspaßfeuerwerk entfachen, verglomm aber nach einer Stunden verschlingenden Einarbeitungszeit zusehends. Im Gamasutra’s Best of 2008-Artikel erklingt folgender prägnanter Satz: “Es ist enttäuschend zu sehen, dass die wohl erfolgreichste Konsole aller Zeiten so wenig zu tun hat mit der restlichen Videospiel-Industrie.

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RSS Feeds:
Ein Feed für jede Plattform

Simon Lutstorf, 31. Dezember 2008 um 8.38 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Meist genannter Kritikpunkt nach dem Launch von gamgea.com: die fehlenden Kategorienfeeds. Wir reichen sie hiermit nach und freuen uns über eine (hoffentlich steigende) Anzahl an Feed-Lesern.

Ein eigener Feed für jedes System

Ein eigener Feed für jedes System

Zugegeben: Die Umstellung kam überraschend. Der ‘Relaunch’ in Form des neuen gamgea.com hat viele Leser gefreut, einige aber auch verärgert. Besonders oft kritisiert wurde der Umstand, dass nur ein Feed für das gesamte Blog vorhanden war - und man damit die Artikel für alle Plattformen erhält. Dabei wäre es doch wünschenswert, zum Beispiel nur den Nintendo DS Feed abonnieren zu können. Genau das ist auch möglich, da für jede Kategorie ein eigener RSS-Feed exisitert. Ein Klick auf die Kategorie und der Feed-Link wird euch zuoberst angezeigt.

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Flashgame:
Ein wenig Satire in Spielform gefällig?

Jörg Neißer, 29. Dezember 2008 um 16.45 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Ein Spiel, das nur aus Erfolgen besteht
Ein Spiel, das nur aus Erfolgen besteht

Erfolg in Games ist nichts subjektives mehr und hört schon lange nicht mehr mit dem Abspann auf. Besitzer einer Xbox 360, einer PS3 und Steam-Usern ist das Prinzip der Erfolge (= Achievements) nur zu gut bekannt. Sogar online lässt sich jederzeit abrufen, wer in welchem Game was erreicht hat. Das Flashgame Achievement Unlocked nimmt diesen Trend gekonnt auf die Schippe.

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Blu-ray:
In Japan nur eine Randerscheinung

Jörg Neißer, 29. Dezember 2008 um 14.31 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Die treibende Kraft hinter der blauen Disc ist ohne Zweifel die PS3. Die bisher abgesetzten Stückzahlen in Japan, wenn auch recht ordentlich, stimmen Sony sicherlich nicht allzu glücklich. Doch wie gering das Interesse an der neuen Technologie tatsächlich ist, verrät eine neue, repräsentative Umfrage.

Sony hatte gehofft, mit der PS3 einen ähnlichen Clou landen zu können, wie mit der Vorgänger-Konsole gut 7 Jahre zuvor. Damals begann die DVD ihren kometenhaften Aufstieg, von dem die PS2 in vollen Zügen profitieren konnte. “Was schon einmal geklappt hat, kann nur wieder funktionieren” dachte sich der japanische Elektronik-Riese und spendierte dem Nachfolger der meistverkauften Konsole bis zum heutigen Tag, ein sündhaft teures Blu-ray Laufwerk. Mit der geballten Kraft der PlayStation-Marke und den wichtigsten Filmstudios auf dem Planeten, war der Erfolg eigentlich schon beschlossene Sache.

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Nintendo hält Schritt:
Wiideo-Service in naher Zukunft

Robert Fedick, 29. Dezember 2008 um 13.30 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Während Microsoft und Sony ihre Konsolen längst als Entertainment-Alleskönner begriffen haben, bleibt die Nintendo Wii hinsichtlich Online-Videoinhalten auf der Strecke - und das, obwohl doch gerade das familiäre Wohnzimmer zum Hoheitsgebiet erklärt wurde.

Vom Tennisplatz zurück zum Fernsehzimmer:

Diese Ungleichung soll nun gelöst werden: Nintendo hat für 2009 den Start eines Streaming-Service bestätigt, der in Zusammenarbeit mit der japanischen Marketingfirma Dentsu realisiert wird. Zunächst nur innerhalb Japans angekündigt, sei ein Launch im Westen zu einem späteren Zeitpunkt wohl nicht ausgeschlossen. Der bereitgestellte Content, laut Nintendo ein “einzigartiges Programm”, wird zum Teil gratis, jedoch mit Werbung versehen sein, für manche Videos werde man wiederum zahlen müssen. Nur welche Inhalte genau präsentiert werden, wurde in dem Statement leider geflissentlich übergangen. Die Rede ist bislang lediglich davon, man wolle “die Umgebung der Wii dazu nutzen, um Wohnzimmer mit Wii-ausgestatteten Fernsehgeräten zu einem spaßigeren Ort für Kommunikation unter Familien und Freunden zu gestalten.”

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